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25.07.2019 / Inland / Seite 5

Metro im Abwehrkampf

Handelskonzern lehnt Kaufangebot ab. Kreditfinanzierte Offerte weckt Verdacht auf Heuschreckenattacke

Dieter Schubert

Der Handelsriese Metro AG stemmt sich gegen die Übernahme durch den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky. Dessen Gebot von 16 Euro pro Stammaktie sei deutlich zu niedrig, erklärten Vorstand und Aufsichtsrat des Düsseldorfer Handelsriesen in einer am Mittwoch vorgelegten gemeinsamen Stellungnahme. Metro werde »im Hinblick auf Ertragskraft und Wertperspektive erheblich unterbewertet« zitierte die Nachrichtenagentur Reuters aus dem Papier.

Der Hauptgrund für die strikte Ablehnung dürfte indes ein anderer sein: In der Konzernzentrale und wohl auch in Kreisen anderer Großaktionäre fürchte man, Kretinsky könnte sich als sogenannte Heuschrecke erweisen. Denn der plant offenbar, die Einverleibung des Konzerns auf Pump zu finanzieren – was in Zeiten der Nullzinsdoktrin der Europäischen Zentralbank auch plausibel erscheint.

Kauf auf Pump

Kretinskys Offerte basiere auf einer »erheblichen Fremdkapitalfinanzierung« – doch lasse der Milliardär offen, wie er diese ...

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