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24.07.2019 / Ausland / Seite 7

Regierende Scharfmacher

Die PiS-Partei trägt Verantwortung für rechte Angriffe auf LGBT-Demonstration im polnischen Bialystok

Reinhard Lauterbach, Poznan

Die homophoben Angriffe auf die »Pride-Parade« im ostpolnischen Bialystok am vergangenen Samstag sind von lokalen PiS-Politikern mitorganisiert worden. Die Gazeta Wyborcza veröffentlichte am Dienstag ein Foto, auf dem ein Stadtratsmitglied der Regierungspartei mit einem Megaphon beim Einweisen der rechten Angreifer zu sehen ist. Überdies hatte die von der PiS gestellte Regionalverwaltung zu einer Gegendemonstration aufgerufen, die sich auf den Stufen der örtlichen Kathedrale aufbaute und beanspruchte, diese zu »verteidigen«.

Die LGBT-Demonstration vom Samstag war einer von 24 »Pride-Märschen«, die in diesem Sommer in ganz Polen geplant sind. In Warschau und den Großstädten Westpolens wie Poznan und Wroclaw verlaufen sie inzwischen weitgehend ungestört, teilweise übernehmen Oberbürgermeister die Schirmherrschaft. Anders im konservativ-klerikalen Osten des Landes, in dem auch Bialystok liegt. Hier hatten sich etwa 4.000 Rechte versammelt und griffen die etw...

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