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24.07.2019 / Inland / Seite 4

»Lovemobile« in Berlin

Kunstaktion soll laut Organisatoren Vorurteile über Prostitution abbauen. Bezeichnung der Veranstaltungsmittel bringt käuflichen Sex mit Liebe in Verbindung

Markus Bernhardt

Am Thema Prostitution scheiden sich seit jeher die Geister. Seit Jahren werden Diskussionen um einen möglichen Umgang mit dem ältesten Gewerbe der Welt oft in einer Heftigkeit geführt, wie sie nicht mal in politischen ­Diskussionen vorkommt. Während vor allem SPD-Bundestagsabgeordnete um Leni Breymaier für ein Verbot von Prostitution werben, stemmen sich die Mehrheit der ­Parlamentarier von Linkspartei und Bündnis 90/Die Grünen, aber auch etablierte Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International, die Deutsche AIDS-Hilfe und der Deutsche Frauenrat dagegen. Sie fürchten vor allem, dass Sexarbeiterinnen in die Illegalität gedrängt würden und für Hilfsangebote nicht mehr erreichbar wären. Hinzu käme, dass ­Flüchtlinge, die sich prostituieren, infolge der Kriminalisierung abgeschoben werden könnten. Auch dass die Situation männlicher Sexarbeiter so gut wie nirgendwo thematisiert wird, sorgt zunehmend für Zündstoff.

Um der Debatte über Prostitution neue...

Artikel-Länge: 3644 Zeichen

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