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22.07.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Geflüchtete ohne Zukunft

Vom Arbeitsmarkt ausgesperrt: Im Libanon protestierten Tausende Palästinenser gegen die Schließung zahlreicher Firmen

Gerrit Hoekman

Tausende Palästinenser haben am Freitag vor Flüchtlingslagern im Libanon gegen die dortigen Arbeitsgesetze protestiert. Diese diskriminieren Ausländer. Anlass war die von den Behörden verfügte Schließung palästinensischer Firmen, wie der katarische TV-Sender Al-Dschasira am Sonnabend berichtete. Viele Arbeiter wissen nicht mehr, wie sie sich und ihre Familien ernähren sollen.

Offenbar will Arbeitsminister Camille Abousleiman mit aller Macht zwei Gesetzen Geltung verschaffen, die schon lange das Leben der Flüchtlinge erschweren: Erstens dürfen nur Libanesen ein Unternehmen besitzen, und zweitens brauchen palästinensische Arbeiter eine Arbeitserlaubnis, die allerdings für zahlreiche Berufe nicht gilt. Ärzte, Anwälte und Ingenieure gehören zum Beispiel dazu. Für die Flüchtlinge bleiben Niedriglohnjobs auf dem Bau und in der Landwirtschaft. Die Arbeitslosigkeit liegt bei geschätzten 20 Prozent.

Die geschlossenen Unternehmen hatten anscheinend das Ultimatum ve...

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