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22.07.2019 / Inland / Seite 4

Verdachtsfall Bayern

Berichte offenbaren Verbindungen von Offiziersanwärtern mit »Identitärer Bewegung« und Anschlagsplänen auf von der Leyen

Johannes Greß

Eine offen rechte Gesinnung – so lautete der Vorwurf, der Ende Mai 2017 zur fristlosen Kündigung zweier junger Offiziersanwärter führte, die bis dahin an der Bundeswehr-Universität München studiert hatten. Beispiele dafür: Verlautbarungen wie »Heil Hitler« oder »Scheiß Juden« sowie Kontakte zur sogenannten Identitären Bewegung und zu rechten Burschenschaften. Mit den Grundsätzen der Bundeswehr wäre all dies nicht vereinbar, hieß es. Infolgedessen würde der Militärische Abschirmdienst (MAD) wegen eines mutmaßlichen »rechtsextremen« Netzwerkes unter den rund 3.000 Studenten ermitteln, wie der Spiegel damals berichtete. Öffentlich blieb das Ganze eher eine Randnotiz.

Kurze Zeit später, am 24. Juni 2017, durften 500 Offiziersanwärter der Universität München vor dem Schloss Nymphenburg ihren Beförderungsappell feiern. Mit dabei war auch die damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Während die CDU-Politikerin die Anwärter für »ihre Bereitschaft, V...

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