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19.07.2019 / Feuilleton / Seite 11

Tausendmal onaniert

Im Klischeezirkus: Luc Bessons Film »Anna«

Maximilian Schäffer

Im Mai erklärte man Luc Bessons Produktionsfirma Europacorp für zahlungsunfähig. Den 60jährigen französischen Regiestar der 90er (»Nikita«, »Léon der Profi«) traf es zuletzt hart. Nicht nur, dass das megalomanisch teure und aufwändige Science-Fiction-Projekt »Valerian« vor zwei Jahren finanziell floppte. Im Zuge der »Me Too«-Debatte beschuldigte man ihn außerdem der sexuellen Übergriffigkeit und klagte ihn wegen Vergewaltigung an. Die Ermittlungen wurden im Februar eingestellt, aber gebrandmarkt, präsentiert Besson nun seinen nächsten Film »Anna«. Hier geht es um eine höchst attraktive, russische Frau, die von der Straße weg als Model engagiert wird. Dem kühlen, bodenständigen, osteuropäischen Flair setzt der Film alsbald den hochglänzenden Kosmos des Pariser Modezirkus entgegen. Alles Gold, was glänzt? Ein Traum für exzentrische Models ist die Unterkunft im Wohnheim für Mannequins zumindest nicht.

Die schöne Anna (Sasha Luss) ler...

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