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18.07.2019 / Feuilleton / Seite 11

Euphorie und Erschöpfung

Er war nie tot, aber so lebendig wie derzeit in London klang Jazz schon lange nicht mehr

Alexander Kasbohm

Eine Tuba blökt zwei tiefe Bassnoten, ein hyperaktives Schlagzeug setzt ein, nach ein paar Sekunden beginnt ein Saxophon, sich um dieses Gerüst zu winden. »Activate«, der Opener von Theon Cross’ Album »Fyah« ist Drum ’n’ Bass, gespielt von einer traditionellen Jazzband. Könnte man vermuten. Der Wahrheit kommt man näher, wenn man die Sache umdreht: Es ist Jazz, der einfach das reflektiert, was im Leben der jungen Musiker aus Südlondon passiert. Nicht nur bei Theon Cross, sondern bei dieser ganzen lebhaften, produktiven Szene, die sich in London entwickelt hat, deren bekanntester Vertreter und Gravitationszentrum Saxophonist Shabaka Hutchings und seine Band Sons of Kemet sind. Man hört das alles: Klubnächte, Two Step, Dub, Grime, HipHop. Man hört die kulturelle Diversität der Nachbarschaft, karibische, afrikanische, brasilianische Einflüsse. Man hört den Afrofuturismus. Auch alltäglicher Rassismus und prekäre Lebensverhältnisse sind immer präsent. Mal in So...

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