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18.07.2019 / Ausland / Seite 7

Raketen und warme Worte

Frankreichs Präsident besucht Serbien. Im Gepäck hat er Kriegsgerät und U-Bahnpläne

Roland Zschächner

So was gibt es in Frankreich dieser Tage nicht: Tausende Menschen haben am Montag in Belgrad dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zugejubelt. Der im eigenen Land unbeliebte ehemalige Banker hielt auf der Festung Kalemegdan eine Rede, die er auf Serbisch begann – der Applaus der Zuhörer war ihm sicher. Denn Macron knüpfte darin an die ehemalige enge Partnerschaft und das gemeinsame Bündnis beider Länder während des Ersten Weltkrieges an.

Und auch sonst konnte der sich jupitergleich inszenierende Staatschef im Ausland seine Meriten einsammeln. Serbien ist auf Unterstützung angewiesen. Weder die Gespräche mit der Provinz Kosovo, die sich 2008 völkerrechtswidrig und einseitig von Belgrad abgespalten hatte, noch die angestrebte serbische Aufnahme in die Europäische Union haben bislang Fortschritte erzielt. Doch dazu blieb Macron unkonkret, vielmehr bediente er sich wohlklingender Floskeln. Serbien und Kosovo seien zwei europäische Länder, dieser Tatsa...

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