Gegründet 1947 Donnerstag, 12. Dezember 2019, Nr. 289
Die junge Welt wird von 2220 GenossInnen herausgegeben
18.07.2019 / Inland / Seite 4

»PR-Desaster« für Hohenzollern

Forderungen des ehemaligen Herrscherhauses stoßen auf breite Ablehnung

Kristian Stemmler

Vor gut einem Jahrhundert, nach dem von ihm mitausgelösten Ersten Weltkrieg, musste Kaiser Wilhelm II. abdanken, flüchtete ins holländische Exil. Sein Sohn, Kronprinz Wilhelm, kehrt 1923 zurück, unterstützte bald darauf die Nazis nach Kräften, nannte Adolf Hitler im April 1933 einen »genialen Führer«, dem man Zeit für »gewisse Aufräumarbeiten« lassen müsse. Dass nun die direkten Nachfahren, die heutigen Vertreter des Hauses Hohenzollern, frühere Besitztümer von unschätzbarem Wert zurückfordern und Wohnrecht in ihren alten Schlössern verlangen (siehe jW vom Montag), sorgt weithin für Empörung.

Der RBB sprach von »maßlosen, geradezu impertinenten Forderungen«. Der Berliner Tagesspiegel bezeichnete den Vorgang als »Zumutung für die aufgeklärte Gesellschaft«. Und sogar die Springer-Postille Welt wollte wissen: »Und was ist mit den Toten des Ersten Weltkriegs?« Die Frankfurter Rundschau beklagte die »blanke Gier« der Hohenzollern.

Am Wochenende war ans Licht g...

Artikel-Länge: 4033 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €