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16.07.2019 / Ansichten / Seite 8

Alternative: Planwirtschaft

Bertelsmann fordert Kliniksterben

Daniel Behruzi

Provokative Thesen schaffen Aufmerksamkeit. Nach dieser PR-Methode verfährt auch die Bertelsmann-Stiftung, die dem deutschen Krankenhauswesen in einer am Montag veröffentlichten Studie eine Radikalkur empfiehlt: Von den knapp 1.400 in den Landeskrankenhausplänen aufgeführten Kliniken solle ein Großteil geschlossen werden. Blieben »deutlich weniger als 600 größere und bessere Kliniken erhalten«, könnten diese mehr Personal und eine bessere Ausstattung bekommen.

Die These ist nicht neu, nur besonders radikal. Seit Jahrzehnten ist es erklärter politischer Wille, die Zahl der Krankenhäuser zu reduzieren, die hierzulande im internationalen Vergleich hoch sein soll. Auf den ersten Blick spricht einiges dafür: So ist erwiesen, dass die Qualität einer Operation sinkt, wenn sie in dem betreffenden Haus zu selten ausgeführt wird. Auch ist es nicht sinnvoll, in manchen Regionen bestimmte Kapazitäten doppelt und dreifach vorzuhalt...

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