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15.07.2019 / Feuilleton / Seite 11

Fast aus dem Nichts

Erwartungsvolle Unruhe: Mit dem Mosaique-Quartett lässt sich Haydn lieben lernen

Stefan Siegert

Nicht alles, was gut ist, ist neu. Also Vorhang auf fürs Mosaique-Quartett, das Streichquartett aus dem von Nikolaus und Alice Harnoncourt gegründeten Wiener Concentus Musicus. Die – ohne Kontrabässe – Stimmführer der Streicher des Wiener Barockorchester-Urgesteins bilden zusammen mit dessen Konzertmeister Körper und Geist des Klangs dieses Streichquartetts, das seit 1987 das Repertoire von der Wiener Klassik bis zur Romantik auf Barockinstrumenten erkundet.

Um einen der vielen vom Mosa­ique-Quartett bespielten Tonträger herauszugreifen: Die Box mit Haydns Opus 20. Haydn ist unangefochten der alleinige Erfinder der Gattung Streichquartett; er entwickelte es ab Mitte des 18. Jahrhunderts fast aus dem Nichts einer Vielzahl läppischer Streicherdivertimenti seiner Zeit. Opus 20 ist der dritte seiner bedeutenden Streichquartett-Sechserzyklen. Es bringt die meisten Neuerungen und – besonders in den zwei damals außergewöhnlichen Quartetten in Moll – einen in der...

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