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15.07.2019 / Inland / Seite 2

»Warum wurde ich nicht früher informiert?«

Ehemaliger Abgeordneter von Die Linke steht auf »Todesliste« von Neonazis. Wie lange schon, ist unklar. Ein Gespräch mit Hikmat Al-Sabty

Jan Greve

Sie waren fünf Jahre lang Abgeordneter im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und sind nach wie vor in politischen Initiativen aktiv. Wann haben Sie erfahren, dass Ihr Name auf einer »Todesliste« von Neonazis steht?

Das geschah am 24. Juni im Rahmen einer Zeugenvernehmung durch das Bundeskriminalamt. Ich war von dieser Nachricht völlig schockiert. Derzeit arbeite ich als Dolmetscher und Übersetzer und bin häufig in Kontakt mit Behörden. Ich hatte gedacht, auch an diesem Tag wegen dieser Funktion geladen worden zu sein. Dann wurde bei dem Termin das Ermittlungsverfahren gegen den Rostocker Anwalt Jan-Hendrik H. und den Polizisten Haik J. erwähnt. Ein Beamter legte einen dicken, gelben Aktenordner vor mir auf den Tisch. Er zeigte Fotos von mir, versehen mit handschriftlichen Notizen zu meiner Adresse, meinen Aktivitäten in Vereinen und meinen Aufgaben in der Landtagsfraktion. Da erst wurde mir klar, dass auch ich im Visier der Rechten bin. Und Artikel-Länge: 4360 Zeichen

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