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12.07.2019 / Feminismus / Seite 15

Anti-IS-Tribunal gefordert

»Ich habe dort gekämpft, wo wir auf dem Markt verkauft worden sind«: Konferenz in Nordsyrien zur Aufarbeitung der IS-Verbrechen

Claudia Wangerin

Militärisch ist das »Kalifat« der Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) in Syrien und dem Irak zerschlagen – eine juristische Aufarbeitung ihrer Kriegsverbrechen steht dagegen noch aus. Gleiches gilt für die Beseitigung ihrer ideologischen Basis und die Zerschlagung ihrer Untergrundstrukturen.

Wo und wie die IS-Kämpfer nebst ihrer staatlichen und nichtstaatlichen Unterstützer verurteilt werden sollen, war Schwerpunktthema einer dreitägigen Konferenz in der nordsyrischen Stadt Amude, die am Montag dieser Woche zu Ende ging.

Ausgerichtet hatte die internationale Tagung das »Zentrum für strategische Studien Rojava« (NRLS). Eine jesidische Überlebende der IS-Gefangenschaft, die mittlerweile in den Frauenverteidigungseinheiten Sengals (YSJ) kämpft, schlug in diesem Rahmen vor, dass ein internationales Tribunal gegen die Dschihadisten dort stattfinden solle, wo unter anderem sie selbst als Sklavin verkauft worden war. »Das Zentrum des IS war Rakka, dort wurden w...

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