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12.07.2019 / Feuilleton / Seite 10

Die blutige Nacht

»Die Hugenotten« von Giacomo Meyerbeer an der Dresdener Semperoper

Stefan Amzoll

Der Konflikt ist von Anfang an virulent, obwohl Kräfte der Versöhnung nicht fehlen. Historischer Hintergrund sind die Hugenottenkriege während der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Giacomo Meyerbeer hat, was in der Oper an Liebe, Zerwürfnis und Krieg vorgeht, alles erfunden, außer der Bartholomäusnacht (1572). Trotzdem ist sein Werk, an dem der Theaterkomponist zahlreiche Korrekturen noch während der Proben zur Uraufführung an der Grand Opéra Paris 1836 vornahm, in sich stimmig. Drei Librettisten nahm er (neben sich selbst) in Anspruch: Eugène Scribe, Gaetano Rossi und Émile Deschamps. Vier Jahre arbeitete der bei Berlin geborene Jude Meyerbeer an seiner Oper. Ein kolossales Werk. Genügend Skizzen, Entwürfe, Fassungen liegen vor, so dass die Regisseure aus dem vollen schöpfen können. Das tat Peter Konwitschny und brachte das grandiose Werk nun auf die Bühne der Semperoper Dresden.

Eingriffe der höfischen Politik in die Vorgänge um die Bartholomäusnacht...

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