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12.07.2019 / Inland / Seite 5

Streikbrecher im Kino

Cinestar und Cinemaxx sabotieren Tarifverhandlungen. Beschäftigte ausgesperrt

Steffen Stierle

Der Zusammenschluss der beiden größten Kinoketten in Deutschland – Cinestar und Cinemaxx – unter dem Dach des britischen Vue Entertainmeint-Konzerns ist in kartellrechtlicher Klärung. In Sachen Lohnstruktur und Umgang mit den insgesamt rund 4.000 Beschäftigten passen sie gut zusammen. Die Einstiegsgehälter entsprechen häufig gerade mal dem Mindestlohn. Streiks werden mit Aussperrungen und dem Einsatz von Streikbrechern sabotiert.

So wurden etwa die 45 Beschäftigten des Cinestar-Kinos in Gütersloh Anfang Juni vom Kinoleiter ausgesperrt, nachdem sie im Rahmen der seit März anhaltenden Tarifauseinandersetzung immer wieder kurzzeitig die Arbeit niedergelegt hatten. Die Konsequenz der Aussperrung: kein Lohn – gerade gegenüber Niedriglöhnern ein enormes Druckmittel. Erst als die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi das Vorgehen vor das Bielefelder Arbeitsgericht brachte, um eine einstweilige Verfügung wegen Unverhältnismäßigkeit zu bewirken, lenkte das Kino ein. S...

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