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12.07.2019 / Titel / Seite 1

EU bezahlt Sklavenhalter

Italien weitet Unterstützung für »libysche Küstenwache« aus. Doch die ist direkt in Menschenhandel und Misshandlungen verwickelt

André Scheer

Italiens Regierung will ihre Unterstützung für die »libysche Küstenwache« weiter ausbauen, damit diese Menschen abfängt, bevor sie die Europäische Union erreichen. Man werde Tripolis mit Material und weiteren Trainingsmaßnahmen unterstützen, hieß es am Mittwoch abend in Rom. Der von der EU unterstützte Deal sieht vor, Flüchtlinge auf dem Mittelmeer abzufangen und in das nordafrikanische Land zurückzubringen.

Die EU mache sich damit wissentlich zum Komplizen schwerster Menschenrechtsverstöße, warnt Amnesty International. Auf ihrer Homepage kritisiert die Organisation: »Deutschland hat gemeinsam mit anderen EU-Mitgliedsstaaten die libysche Küstenwache ausgerüstet und trainiert. Diese fängt die Menschen auf See ab und bringt sie nach Libyen zurück, wo sie Folter, Versklavung und Gewalt ausgesetzt sind.«

Nicht nur das. Die »Küstenwache« steht selbst im Verdacht, in Menschenhandel und Sklavenhandel verwickelt zu sein. So berichtete die Nachrichtenagentur AP An...

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