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08.07.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 8

»Ich bin doch kein Roboter, ich bin ein Mensch!«

Unzumutbare Bedingungen: Reinigungskräfte schuften an Hochschule, die externe Firma beauftragte. Gespräch mit zwei Arbeiterinnen

Dorit Inés Heider

Sie arbeiten als Reinigungskräfte an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin. Seit wann sind Sie dort beschäftigt?

Dora: Wir sind jetzt ein halbes Jahr hier und haben alle befristete Arbeitsverträge. Das ist normal in der Reinigungsbranche. Mein Vertrag läuft Ende August aus, meine Kollegin bleibt einen Monat länger. Dabei ist es egal, wie sehr man sich anstrengt. Deshalb sind die Menschen mit der Zeit immer weniger motiviert.

Kommen Sie mit Ihrem Lohn über die Runden?

D.: Mit unserer Arbeit hier bekommen wir nicht genug Geld zum Leben. Darum stocken wir beim Jobcenter auf. Früher war es noch einfacher, einen Job für sechs Stunden täglich zu finden. Im Zuge der Einführung des Mindestlohns ist die frühere sechsstündige Arbeitszeit allerdings einfach auf vier Stunden reduziert worden!

Galyna: Dadurch ist alles viel hektischer geworden. In einem Seminarraum muss ich beispielsweise den Boden wischen, die Tische und Stühle reinigen, die Fensterbretter säubern u...

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