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08.07.2019 / Inland / Seite 4

Bittere Bilanz

Zwei Jahre nach Hamburger G-20-Gipfel: Erinnerung an ein »Festival der Knüppel und Blaulichter«

Kristian Stemmler

Brennende Barrikaden und Vermummte, die Steine werfen – der zweite Jahrestag des G-20-Gipfels in Hamburg eröffnete den bürgerlichen Medien noch einmal die Möglichkeit, die Bilder zu zeigen, mit denen sie schon im Juli 2017 die Wahrnehmung der Ereignisse geprägt hatten. Die »Rauchsäulen über Altona« und die »Anarchie im Schanzenviertel« hätten sich in »das kollektive Gedächtnis der Stadt gebrannt«, behauptete das Hamburger Abendblatt. Doch das ist höchstens die halbe Wahrheit. Denn im »kollektiven Gedächtnis« der Hamburger hat sich damals ebenso das Gefühl breitgemacht, in einer Stadt im Ausnahmezustand zu leben, mit hin- und herrasenden Polizeifahrzeugen und dem ständigen Lärm von Hubschraubern über den Köpfen.

An Warnungen hatte es im Vorfeld des Gipfels nicht gefehlt. Schon Monate vor dem Treffen der Führer der 19 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer plus EU-Vertreter, das am 7. und 8. Juli 2017 in den Messehallen stattfand, wurde der damalige Ers...

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