Gegründet 1947 Dienstag, 22. Oktober 2019, Nr. 245
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06.07.2019 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Über allen Gipfeln ist Ruh’

Mein Blick auf die Literatur der Schweiz

Jan Decker

Wenn ich hier von meinem Blick auf die Literatur der Schweiz berichten soll, so muss ich von meinen Begegnungen mit ihr erzählen. Es waren fünf prägende Begegnungen, und von ihnen soll dieser Text handeln. Da war zunächst also meine allererste Begegnung mit der Literatur der Schweiz, durch den Deutschunterricht an meinem Gymnasium vermittelt. Und da zeigte sich dem gelehrigen Schüler auch gleich, was von ihr schon zum Kanon gehörte und was nicht. Heute ist mir klar, dass an vorderster Stelle diese beiden Namen fallen mussten, und so fielen sie denn auch: Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt. Aber zugegeben, sie langweilten mich etwas, das Identitätsproblem war mir bei Max Frisch zu omnipräsent und zu naiv behandelt, auch Dürrenmatt haute mich nicht vom Hocker, seine Krimis erschienen mir zu oberflächlich, seine Theaterstücke zu sehr aus der Luft gegriffen. Ja, als Leser konnten mich diese beiden eidgenössischen Superhelden der Literatur nicht begeistern.

D...

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