21.03.2003 / Thema / Seite 10

Am Ende verstehen sie es

jW-Gespräch mit Peter Hacks über den Bankrott des deutschen Sprechtheaters, des Imperialismus und über die kommunistische Weltbewegung

Matthias Hering / Arnold Schölzel

F: In Berlins Antiquariaten fällt auf, daß es Bücher von Peter Hacks fast nie gibt, und wenn, zu unverschämten Preisen.

Meine Stücke sind in den Siebzigern gut verlegt worden, also sie existieren. Danach sind sie überhaupt nicht mehr verlegt worden. Und das ist natürlich eine Menge Zeit, in der eine Sache auch verlieren kann.

Die Leute, die bestreiten, daß ich existiere, wissen ja, daß ich existiere. Wenn sie mich verkaufen, verkaufen sie mich teuer.

F: Sie wurden seit den siebziger Jahren nicht mehr verlegt?

Ich vermute, daß es so ist: Seit dem Ende der 70er Jahre wurde ich nicht mehr aufgeführt, in beiden deutschen Staaten. Und damit ist natürlich der Buchmarkt nicht mehr interessiert. Wir leben in einer Zeit, in der Dramen nicht gelesen werden. 1960 konnten Sie eine Broschüre mit einem Stück von irgendjemandem herausbringen und für 20 Mark verkaufen. Die wurde in Zehntausenden verscheuert. Damals war Drama noch Mode.

Im 19. Jahrhundert war ein Me...









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