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04.07.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Bröselnde Brücken

Frankreichs Infrastruktur ist marode. 25.000 Bauwerke in schlechtem Zustand. Private Autobahnbetreiber kassieren Millionen

Hansgeorg Hermann, Paris

Die Expertenberichte sind erschreckend: In Frankreich sind rund 25.000 Brücken reparaturbedürftig oder sogar einsturzgefährdet. Bereits im Juli des vergangenen Jahres hatten vom Verkehrsministerium beauftragte Ingenieure einen deutlichen Mangel an staatlichen und privaten Investitionen in die Brückenbauwerke des Landes konstatiert. Erst der spektakuläre Einsturz der Morandi-­Brücke im italienischen Genua mit mehr als 40 Toten hatte dem Rapport der französischen Prüfer einige Aufmerksamkeit beschert. Eine vom Senat, der zweiten Parlamentskammer, im Anschluss an die Katastrophe verlangte Bilanz bestätigte Ende der vergangenen Woche den Bericht vom Sommer 2018 – Urlauber, die in den kommenden Tagen und Wochen auf dem Weg in den Süden Flüsse und Täler überqueren, tun das derzeit auf eigene Gefahr.

In der Kritik stehen nicht nur staatliche Behörden, die notwendige Investitionen nicht anordneten oder »aus finanziellen Gründen« sogar verweigerten, sondern vor al...

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