Schwarzer Kanal
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02.07.2019 / Ausland / Seite 7

Generäle wollen regieren

Sudans Militärrat führt Opposition vor. Ziviles Parlament ist nicht vorgesehen

Ina Sembdner

Die Hoffnungen der »Allianz für Freiheit und Wandel« im Sudan sind ein weiteres Mal enttäuscht worden. Die Protestbewegung hatte für Sonntag, dem 30. Jahrestag von Omar Al-Baschirs Machtübernahme, erstmals seit dem Massaker vom 3. Juni landesweit zu Massenprotesten aufgerufen. Zehntausende waren dem Aufruf zum »Marsch der Millionen« gefolgt. Ein Anführer der Bewegung, Babiker Faisal, hatte zuvor gegenüber der Nachrichtenagentur AFP eine mögliche Einigung mit dem herrschenden Militärrat nicht ausgeschlossen. Er sprach davon, dass sie am »30. Juni vielleicht sogar auf die Straße gehen, um zu feiern«. Statt dessen kam es erneut zu Gewalt seitens der Militärregierung und ihrer Handlanger, den Milizionären der paramilitärischen Einheit RSF.

Mindestens sieben Menschen wurden getötet, und mehrere von Schüssen getroffene Demonstranten werden laut dem Zentralkomitee sudanesischer Ärzte in Krankenhäusern in Khartum und in den Provinzen behandelt. Die RSF war demnac...

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