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27.06.2019 / Inland / Seite 5

Kapitalistische Misswirtschaft

Abwanderung in die Metropolen: Trotz Mietenexplosion und Wohnungsnot steht jede 20. Immobilie leer. Besonders betroffen ist der Osten

Susan Bonath

Die Mieten steigen, die Zahl der Obdachlosen wächst – ein Dach über dem Kopf ist zum Luxusgut geworden. Und doch stehen fast zwei Millionen Wohnungen in Deutschland leer, was einem Anteil von 4,7 Prozent entspricht. Hervor geht das aus einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Demnach betrifft der Leerstand vor allem Immobilien in strukturschwachen ländlichen Regionen mit wenig Arbeitsplätzen und schlechter Anbindung an den Nahverkehr.

Besonders betroffen sind ostdeutsche Gemeinden. Unter fünf Prozent liegt die Leerstandsquote nur in Berlin, kleinen Teilen Brandenburgs sowie in den Sachsenmetropolen Dresden und Leipzig. In 40 von 77 Landkreisen in Ostdeutschland ist mindestens jede zehnte Immobilie unbewohnt. Spitzenreiter ist Dessau-Roßlau mit einem Leerstand von über 17 Prozent. Die Doppelstadt im Südosten Sachsen-Anhalts hat seit 1990 etwa 17.000 Einwohner verloren.

Die IW-Forscher Michael Voigtländer und Ralph Henger sehe...

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