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27.06.2019 / Inland / Seite 2

»Unabhängige Verlage sind gefährdet«

Bedrohung für Branche: Post AG plant Portoerhöhung für Büchersendungen. Offenbar »Übergangsfrist« bis 2020. Ein Gespräch mit Simone Barrientos

Oliver Rast

Die Deutsche Post AG dreht an der Preisschraube. An sich ist das nichts Neues, doch nun plant sie eine erhebliche Portoerhöhung für Büchersendungen. Die neuen Preise sollten ursprünglich ab dem 1. Juli gelten. Am Mittwoch wurde gemeldet, die Erhöhung werde auf den 1. Januar 2020 verschoben. Was plant die Post?

Die Preise für Büchersendungen sollen von 1,20 Euro auf 1,90 unter 500 Gramm, bzw. von 1,70 Euro auf 2,20 bis 1.000 Gramm steigen. Allerdings geht es nicht nur um diese Erhöhung, sondern auch um die Veränderung der Maße. Zukünftig dürfen die Umschläge nur noch fünf Zentimeter dick sein, bisher waren es 15. Das heißt, umfangreiche Werke können gar nicht mehr per Büchersendung verschickt werden.

Der stationäre Buchhandel und das Verlagswesen müssen oft sehr knapp kalkulieren, trotz Buchpreisbindung. Wie schwer wiegen erhöhte Portokosten für die Branche?

Nach meiner Einschätzung ist insbesondere die Existenz inhabergeführter Buchhandlungen und unabhäng...

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