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21.06.2019 / Feminismus / Seite 15

Wohl doch »fluide«

Feministin Jane Ward widerspricht vor allem am männlichen Beispiel der These, dass Menschen mit vorgeprägter sexueller Orientierung geboren werden

Sabine Kebir

Unlängst hat sich die Auffassung durchgesetzt, dass Homosexualität angeboren sei. Das hat es womöglich der Gesellschaft und den Gesetzgebern erleichtert, den betreffenden Menschen dieselben bürgerlichen Rechte einzuräumen wie den Heterosexuellen. Und schon bietet sich aus der Fülle der von den Sexualwissenschaften der USA hervorgebrachten Theorien eine neue These an, die zwar die errungenen Rechte für Homosexuelle und Queere nicht in Frage stellt – Jane Wards Buch »Nicht schwul. Die homosexuelle Zutat zur Erschaffung des ›normalen Mannes‹« von 2015 ist gut drei Jahre später auf Deutsch erschienen. Die feministische Professorin für Geschlechterforschung an der University of California widerspricht aufgrund eingehender Forschungen und auch aus eigenem Erleben der Auffassung, dass Menschen mit fest vorgeprägten sexuellen Anlagen geboren werden. Inspiriert ist das von Judith Butlers Denken, dass erst die mit gesellschaftlichen Bedeutungen aufgeladenen Kategor...

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