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21.06.2019 / Ausland / Seite 2

»Wollen keiner Agenda des Auslands folgen«

Der Aufstand im Sudan geht weiter. Ziviler Ungehorsam als Strategie gegen Repression und Gewalt. Ein Gespräch mit Ali Ahmed

Ina Sembdner

Delegationen aus Ägypten, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emirate sowie EU-Vertreter treffen sich am heutigen Freitag in Berlin, um über die Zukunft des Sudans zu entscheiden. Die zivilen Kräfte des Landes sind dabei nicht eingebunden. Wie stehen Sie zu dem Entschluss, dass die Opposition wieder mit dem Militärrat verhandeln will?

Am Aufstand in Sudan beteiligt sind die »Allianz für Freiheit und Wandel« und das Gewerkschaftsbündnis SPA. Manche davon wollen wieder Gespräche. Für uns als SPA gibt es die aber nur unter der Voraussetzung, dass der Militärrat die Macht an eine Zivilregierung übergibt. Ich kann Ihnen sagen, warum er das nicht tun will: In Wahrheit sind sie nicht das Militär, sondern die alte Garde der islamistischen Partei von Omar Al-Baschir. Sie arbeiten im Interesse Saudi-Arabiens, Ägyptens und der Vereinten Arabischen Emirate. Alle drei haben unterschiedliche Ziele: Sudanesische Soldaten kämpfen für Riad in Jemen, die Emirate woll...

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