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14.06.2019 / Inland / Seite 8

»Person muss nur während des Fluges am Leben bleiben«

Rechtsruck in der Praxis: Abschiebung nach Afghanistan trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung. Ein Gespräch mit Mark Gärtner

Gitta Düperthal

Behörden gefährden mit Abschiebungen immer wieder die körperliche Unversehrtheit von Menschen, konstatiert der Sächsische Flüchtlingsrat. Sie gehen dabei – auch schon vor der Verabschiedung des »Hau-ab-Gesetzes« vergangene Woche im Bundestag – mit ständig zunehmender Härte vor. Ein Beispiel dafür ist der Fall von Naghibollah T. aus Leipzig, der am 24. April nach Afghanistan abgeschoben wurde. Können Sie das erläutern?

Naghibollah T. wurde an diesem Tag aus seiner Wohngemeinschaft in Leipzig von der Polizei abgeholt. Er hatte sich aus Verzweiflung selbst am Arm verletzt und musste in ein Krankenhaus, damit die Wunde genäht wird. Tags darauf wurde er zum Flughafen nach Düsseldorf gebracht, um von dort aus abgeschoben zu werden. Eine Person, die sich selbst verletzt, sollte unserem Verständnis nach zunächst im Krankenhaus unter ärztlicher Beobachtung bleiben. Sie sollte sich nicht bewegen müssen und erst recht nicht psychischem Stress ausgesetzt werden. Aber...

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