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14.06.2019 / Inland / Seite 4

Bereit zum Exekutieren

Munition geklaut, Waffen gehortet: Schweriner Polizisten mit ultrarechtem Netzwerk verbunden. Innenminister spricht von Einzelfällen

Susan Bonath

Ultrarechte Netzwerke, Waffenlager, organisierte Kriminalität: Dagegen sollte die Polizei eigentlich vorgehen. In Mecklenburg-Vorpommern allerdings ist sie selbst darin verwickelt. Und das offenbar stärker als bisher gedacht: Nach der Festnahme eines ehemaligen und dreier Noch-SEK-Beamter am Mittwoch wegen des Diebstahls und der Weitergabe von Munition über Jahre hinweg ist Innenminister Lorenz Caffier unter Druck geraten. Man habe die Beamten umgehend vom Dienst suspendiert, verkündete der CDU-Politiker noch am Mittwoch abend gegenüber den Medien. Im übrigen gehe es um Einzelfälle. »Das ist nicht die Landespolizei«, so Caffier. Am Donnerstag informierte er den Innenausschuss des Landtags.

Drei der Polizisten sollen mindestens seit April 2012 immer wieder Munition aus den Lagerbeständen des Landeskriminalamtes beiseite geschafft und an den vierten Verdächtigen, Ex-SEK-Mann Marko G., weitergegeben haben. G. hat Verbindungen zur sogenannten Prepperszene, di...

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