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13.06.2019 / Inland / Seite 8

»Mit uns gibt es kein Streichkonzert beim ÖPNV«

Diktat der »schwarzen Null«: In Mülheim an der Ruhr denkt Stadtverwaltung laut über Kürzungen nach. Gespräch mit Andrea Mobini

Markus Bernhardt

Die Stadtverwaltung in Mülheim an der Ruhr hatte bis vor kurzem geplant, den öffentlichen Personennahverkehr, kurz ÖPNV, stark zu beschneiden. Aus welchem Grund?

Stark zu beschneiden ist gut gesagt: Nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung sollten 30 Prozent des Angebotes des ÖPNV in Mülheim gestrichen werden. Der Grund liegt auf der Hand: Wegen hoher Verschuldung soll die Stadt viel Geld einsparen. Und so entstand der Haushaltsbeschluss, den SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen mitgetragen haben.

Insgesamt wollen die drei Parteien sieben Millionen Euro einsparen. Wie hätte dies in der Praxis gelingen sollen?

Durch einen umfassenden Maßnahmenkatalog. Ich will hier nur einige der Punkte nennen: Statt der Straßenbahnlinien 104 und 901 sollen Busse eingesetzt werden – nicht nur ökologisch eine Katastrophe! Im Konzept »Netz 23« wird das »Optimierung der Takte« genannt. Wir hingegen sagen: Hier geht es um Verlängerung der Taktzeiten! Busse sollen seltener fahr...

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