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13.06.2019 / Ausland / Seite 7

Richter sieben aus

Präsidentschaftswahl in Guatemala: Fünf von 24 Kandidaten ausgeschlossen. Keine klaren Favoriten. Linke überraschend stark

Thorben Austen, Quetzaltenango

Am Sonntag wählt Guatemala einen neuen Präsidenten. Einen klaren Favoriten gibt es laut aktuellen Umfragen nicht – unter anderem deshalb, weil von den ursprünglich 24 Kandidaten vier durch das Verfassungsgericht ausgeschlossen und einer in den USA unter dem Vorwurf des Drogenhandels festgenommen wurde.

Zury Ríos, die zu diesem Zeitpunkt in den Umfragen auf dem zweiten Platz lag, wurde die Teilnahme verboten, weil sie die Tochter von Exdiktator Efraín Ríos Montt ist. Das geltende Wahlgesetz untersagt die Kandidatur von Familienangehörigen solcher Personen, die an einem Staatsstreich beteiligt waren. Auch Thelma Aldana, die sich einen Namen als engagierte Kämpferin gegen Korruption gemacht hatte, wurde von den Richtern ausgeschlossen, die ihr nun selbst Korruption zur Last legten. Aldana wies die Vorwürfe als »erfunden« zurück.

Zu den Hauptfinanziers ihrer Partei gehört die Unternehmerfamilie Bosch Gutierrez, eine der reichsten des Landes. Gleichzeitig gehö...

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