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13.06.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Agentur für Fakejobs

Datenhandel: Skandal um falsche Stellenangebote weitet sich aus. BA löscht Zehntausende Einträge in der Jobbörse

Susan Bonath

Vollbeschäftigung heißt das neue Zauberwort. Die CDU propagierte sie bereits im Bundestagswahlkampf 2017, viele Medien schreiben sie herbei. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) lobt jeden Monat sinkende Erwerbslosenzahlen und mehr offene Stellen. Über eine Millionen Angebote mit fast zwei Millionen Arbeits- oder Ausbildungsplätzen hatte sie Mitte Mai gemeldet. Doch wie der SWR vor einem Monat herausgefunden hatte, waren viele davon wohl nicht real. Ein Teil diente Kriminellen zum Weiterverkauf der Bewerberdaten. Wie viele Angebote genau betroffen waren oder sind, weiß die BA nicht. Rund 127.000 Angebote hat die Behörde inzwischen gelöscht, wie der MDR am Montag berichtete.

Die SWR-Reporter hatten aufgedeckt, wie Datenhändler täglich Tausende Stellenangebote schalten, um die so erlangten Informationen über die Arbeitssuchenden weiterzuverkaufen. Einer davon war Johann S. Mit fünf Firmen speiste er täglich bis zu 3.000 Angebote in den Jobpool ein. Er »suchte«...

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