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12.06.2019 / Ausland / Seite 8

»Kinder gelten als Option, aber sie sind es nicht«

Kaum Strafen für Menschenrechtsverletzungen in bewaffneten Konflikten. Ein Gespräch mit Virginia Gamba

Ina Sembdner

Auch in diesem Jahr veröffentlichen die Vereinten Nationen ihren Bericht über »Kinder und bewaffnete Konflikte«. 2018 beklagten Sie staatliches Nichtstun angesichts steigender Opferzahlen. Wie beurteilen Sie die Situation heute?

Es gibt sogar mehr Verstöße, aber man muss die Zahlen auch interpretieren. UN-Beamte müssen die Informationen vor Ort verifizieren. Im Moment arbeite ich an sieben Friedensabkommen. In einigen der 20 beobachteten Konfliktsituationen hatten unsere Leute trotz stattfindender Kämpfe vorübergehend Zugang. Wir müssen also herausfinden, ob es eine tatsächliche Erhöhung gibt oder ob wir jetzt mehr Zugang haben.

Welche Probleme stellen sich Ihnen?

Vor fünf Jahren gab es weltweit eine große Kampagne zu Kindersoldaten. Alle haben viel Lärm gemacht. Aber wir müssen die internationale Öffentlichkeit auf alle »sechs schweren Verletzungen« an Kindern in Konflikten aufmerksam machen (Rekrutierung, Tötung und Verstümmelung, sexualisierte Gewalt, ...

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