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12.06.2019 / Ausland / Seite 7

Auf die Füße getreten

Russischer Reporter Iwan Golunow nach vier Tagen freigelassen. Auch staatliche und etablierte Medien solidarisieren sich

Reinhard Lauterbach

Die Verhaftung des russischen Investigativreporters Iwan Golunow hat am Dienstag ein für den Betroffenen glückliches Ende genommen. Innenminister Wladimir Kolokolzew teilte mit, das Verfahren sei wegen »fehlenden Tatnachweises« eingestellt worden. Golunow solle noch am selben Tag freigelassen werden, meldeten russische Agenturen.

Mit dem Rückzieher reagierte die russische Justiz auf eine bisher einzigartige Solidaritätsaktion in der russischen Medienbranche und auf die mutmaßlich fabrizierten Beweise der Polizei: in seinem Rucksack und seiner Wohnung gefundene Drogenpakete. Am Montag waren die drei führenden Wirtschaftszeitungen Russlands, Kommersant, RBK und Wedomosti mit identischen Titelseiten erschienen: Alle mit der Schlagzeile »Ich bin/Wir sind Golunow«. Eine Anspielung auf die Solidaritätsaktion mit der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo nach dem Anschlag im Januar 2015.

Die Moskauer Polizei hatte vergangenen Freitag auf offener Straße d...

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