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11.06.2019 / Feuilleton / Seite 11

Krieg im Nebel

Helmut Höge

Eigentlich ist der Nebel (lat. nebula) nichts anderes als eine Wolke in Bodennähe. Als Wetterphänomen gibt er nicht viel her – aber als Metapher. Immer mehr Menschen sehen laut einer Umfrage »ihre Zukunft im Nebel«. Die Süddeutsche Zeitung meinte, dass die Bundeswehr im afghanischen Kundus einen »Krieg im Nebel« (4.9.2010) führe, während die Rheinische Post den »Krieg im Nebel« (9.11.2018) im Jemen ausgemacht hat. Vom »Nebel der Liebe« sprechen dagegen 17.500 Eheberater im Internet.

Ständig wird im Staat etwas »vernebelt«, um Klarsicht bemühte Journalisten »stochern oft im Nebel«. Nebel kann aber auch Naturgegenstand und Metapher sein. Schlachtfeld um Schlachtfeld der Vergangenheit besuchen die zwei Protagonisten in Jaroslav Rudis’ Roman »Winterbergs letzte Reise« (2019). Mit dem Zug reisen sie etwa durch die einstige Monarchie »Österreich-Ungarn«. Auf beinahe jedem der von ihnen bereisten Sc...

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