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08.06.2019 / Ausland / Seite 7

Traumreisen verboten

USA verschärfen Blockade gegen Kuba. Havanna möchte sich nicht erpressen lassen

Volker Hermsdorf

Als die Passagiere des Kreuzfahrtschiffs »Empress of the Seas« am Dienstag nach einem Bummel durch Havanna wieder an Bord gingen, ahnten sie nicht, dass Washington seinen Bürgern solche Spaziergänge bereits verboten hatte. Am Vormittag hatte das US-Finanzministerium weitere Restriktionen beschlossen, mit denen die seit 1962 gegen Kuba verhängte Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade nochmals verschärft wird. Seit Mittwoch dürfen US-amerikanische Schiffe keinen kubanischen Hafen mehr anlaufen, US-Bürger nicht einmal zu Studien- und Bildungstouren auf die Insel reisen.

Von den 877.000 Kreuzfahrttouristen, die 2018 in Havanna an Land gingen, kamen knapp 39 Prozent aus den USA. Von Januar bis März dieses Jahres besuchten mehr als 257.000 US-Bürger nicht kubanischer Herkunft die Insel, 55 Prozent von ihnen als Kreuzfahrtpassagiere. Das Verbot der US-Kreuzfahrten ist für Restaurants, Taxifahrer und Andenkenverkäufer in der Altstadt Havannas ein schwerer Schl...

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