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01.06.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kahlschlag in Frankreich

US-Gigant General Electric entlässt in Belfort 1.000 Beschäftigte. Niederlage für Macrons Kapitalpolitik

Hansgeorg Hermann, Paris

Es ist nichts Neues, dass multinationalen Großkonzernen ihre Arbeiter und regionale politische Empfindlichkeiten vollkommen wurscht sind. Einen neuen Beweis für die Rücksichtslosigkeit des Großkapitals liefert in diesen Tagen der US-amerikanische Industriegigant General Electric (GE). Im September 2015 hatte GE für rund zwölf Millarden Euro den Energiesektor des französischen Multis Alstom übernommen, mit tatkräftiger Unterstützung des damaligen Wirtschafts- und Finanzministers Emmanuel Macron. Dem heutigen Staatschef Macron präsentierten die GE-Bosse in dieser Woche ihr unternehmerisches Fazit: Sie werden mehr als tausend Beschäftigte entlassen. Eine ungeheure Schlappe für den Mann im Élysée-Palast, der dem internationalen finanzindustriellen Komplex seit seinem Amtsantritt im Mai 2017 in steter Treue zuarbeitet.

Alstom akzeptierte, unter Macrons aktiver Schirmherrschaft, im Januar 2015 das zwölf Milliarden Euro schwere Angebot der US-Amerikaner. Die Akt...

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