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01.06.2019 / Ausland / Seite 8

»Ich werde mich nicht einschüchtern lassen«

Türkische Justiz ermittelt wegen angeblicher Terrorpropaganda gegen Hamburger Journalistin. Ein Gespräch mit Süheyla Kaplan

Nick Brauns

Sie sind deutsche Staatsbürgerin und arbeiten als Journalistin für hier ansässige türkische Oppositionsmedien. Nun ermittelt die türkische Justiz gegen Sie. Was wird Ihnen vorgeworfen?

Ich werde aufgrund von vier Posts, die ich im vergangenen Jahr während des türkischen Wahlkampfes über Facebook verbreitet hatte, beschuldigt, Terrorpropaganda betrieben und den türkischen Präsidenten Erdogan beleidigt zu haben. Es geht unter anderem um ein Video von einer Kundgebung der »Vereinigten Junibewegung« – einem Bündnis legaler linker Parteien aus der Türkei – vor der Roten Flora in Hamburg. Bei der Veranstaltung wurde dazu aufgerufen, bei den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen die Opposition zu unterstützen. Das ist in den Augen der türkischen Justiz offenbar schon Terrorismus. Außerdem wird mir vorgeworfen, eine Karikatur aus der Tageszeitung Cumhuriyet verbreitet zu haben, in der Erdogan von einem Reporter interviewt wird, der wie Pinocchio mit einem Mikrop...

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