Gegründet 1947 Freitag, 18. Oktober 2019, Nr. 242
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
24.05.2019 / Ausland / Seite 7

EU-Trio assistiert

US-Regierung macht Einhaltung des Wiener Abkommens für Teheran unmöglich. Weitere Sanktionen möglich

Knut Mellenthin

Anfang der Woche machte die Nachricht, der Iran habe die Produktion von schwach angereichertem Uran um das Vierfache erhöht, weltweit die Runde. So hatten es am Montag die meisten internationalen Agenturen gemeldet. Die Nachricht klingt zwar spannend, ist aber in mehreren Punkten falsch. Als Grundlage der Meldungen diente eine Mitteilung des Sprechers der Atomenergiebehörde des Iran, Behruz Kamalwandi. Dieser hatte die Vervierfachung der Produktionskapazität jedoch nur angekündigt.

Wie das erreicht werden könnte, ohne gegen die Bestimmungen des Wiener Abkommens von 2015 (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA) zu verstoßen – was der Sprecher klar zurückwies –, gibt vorläufig noch Rätsel auf. Denn weder die erlaubte Zahl der Gaszentrifugen, die zur Anreicherung benötigt werden, noch deren Typ sollen nach Aussage Kamalwandis verändert werden. Der JCPOA schreibt vor, dass der Iran nur bis zu einem niedrigen Grad von maximal 3,67 Prozent anreichern darf, w...

Artikel-Länge: 3996 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €