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21.05.2019 / Ausland / Seite 7

Armee gegen Zivilisten

US-Reporter deckt neue Taktik der kolumbianischen Streitkräfte auf. Soldaten und Offiziere unter Erfolgszwang. Unschuldige akut gefährdet

Julieta Daza

Nicholas Casey hat Kolumbien verlassen. Medienberichten zufolge begründete der Reporter der New York Times diesen Schritt am Wochenende mit Sicherheitsbedenken. Am Samstag hatte er den zweiten Artikel einer Serie veröffentlicht, in der er ohne Namensnennung hochrangige Offiziere und aus Dokumenten der kolumbianischen Armee zitiert. Danach haben die Befehlshaber von ihren Untergebenen verlangt, bei ihren Einsätzen bessere Ergebnisse vorzuweisen. Konkret: Die Zahl getöteter und festgenommener Gegner müsse sich verdoppeln. Die Einsätze sollen dabei auch in Gang gesetzt werden, wenn nur zu 60 bis 70 Prozent gesichert sei, dass es sich bei der Gegenseite wirklich um illegale bewaffnete Gruppen handelt, etwa Paramilitärs, Guerilleros oder Drogenbanden. Bisher musste zu 85 Prozent ausgeschlossen werden können, dass Zivilisten zu Schaden kommen. Außerdem sollen Einheiten, die zu wenige Kampfeinsätze nachweisen können, bestraft werden. Militärs dagegen, die die hö...

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