Gegründet 1947 Mittwoch, 16. Oktober 2019, Nr. 240
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
18.05.2019 / Feuilleton / Seite 11

Der PEN zecht ...

... aber er schämt sich nicht. Eine große Stunde der Staatsbürgerkunde

Otto Köhler

Ach, ich bin mutmaßlich das gescheitertste Mitglied, das der PEN je hatte. Wieder einmal wurde auf der Jahrestagung des deutschen Zweiges der Internationalen Autorenvereinigung (9.–12. Mai in Chemnitz) ein Antrag von mir geschlossen abgelehnt. Ein sicherlich notwendiges Ritual, das sich in den letzten zwei Jahrzehnten eindrucksvoll entwickelt hat. Vor einiger Zeit hat die damalige Generalsekretärin und jetzige Präsidentin, Regula Venske, in diesem Blatt erklärt, dass der deutsche PEN sich nicht scheue, deutsche Politik zu kritisieren und jegliche Kriegspropaganda abzulehnen. Das müsste ich wissen, meinte sie und verschleuderte damit – wie wir seit letztem Wochenende wissen – die »Würde« des deutschen PEN.

Regula Venske war bei unserem letzten Krieg zur Zerschlagung Jugoslawiens noch nicht dabei. Damals stellten der gerade aus dem Amt geschiedene PEN-Präsident Christop...

Artikel-Länge: 5001 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €