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18.05.2019 / Ausland / Seite 7

Gegen Staatsterror

Türkischer Geheimdienst im Fokus der französischen Justiz wegen Morden an drei kurdischen Revolutionärinnen

Nick Brauns

Die französische Justiz rollt nach mehr als sechs Jahren den Mordfall an drei kurdischen Revolutionärinnen in Paris neu auf. Ein Antiterrorrichter sei mit den Ermittlungen betraut worden, die sich nun explizit gegen den türkischen Geheimdienst MIT richteten. Das bestätigte Rechtsanwalt Jean-Louis Malterre, der Familienangehörige der ermordeten Kurdinnen vertritt, Mitte der Woche gegenüber der kurdischen Nachrichtenagentur ANF. »Die Justiz hat die Rolle des türkischen Nachrichtendienstes anerkannt«, erklärte Malterre. Eine Anklageschrift liege ihm bislang nicht vor.

Sakine Cansiz, eine Mitbegründerin der Arbeiterpartei Kurdistans, PKK, und führende Repräsentantin der kurdischen Frauenbewegung, war am 9. Januar 2013 in den Räumlichkeiten des Pariser Kurdistan-Informationsbüros durch Kopfschüsse regelrecht hingerichtet worden. Gemeinsam mit ihr wurden die Diplomatin Fidan Dogan vom Nationalkongress Kurdistan und die Aktivistin der kurdischen Jugendbewegung L...

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