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18.05.2019 / Ausland / Seite 6

Zur Schicksalswahl erhoben

Entscheidung über Kommunalvertreter im vorwiegend von Serben bewohnten Nordkosovo am Sonntag

Roland Zschächner

Am Sonntag sind die Wahlberechtigen unter den 60.000 Einwohnern der vier nördlichen Gemeinden im Kosovo zur vorgezogenen Kommunalwahl aufgerufen. Dieser Teil der ursprünglich serbischen Provinz, die sich 2008 völkerrechtswidrig von der Republik Serbien abgespalten hatte, wird nach wie vor überwiegend von Serben bewohnt. Zur Wahl stehen am Sonntag lediglich drei Listen: die der Demokratischen Partei des Kosovo (PDK), die von »Levizja Vetëvendosje!« (Bewegung Selbstbestimmung!) und die Serbische Liste (SL).

Die Serbische Liste, die von der Regierung in Belgrad unterstützt wird, ist dabei die einzige mit Erfolgsaussichten. Andere serbische Parteien boykottieren die Wahl hingegen. Sie kritisieren, dass eine demokratische Abstimmung nicht möglich sei. Dies zeige der unaufgeklärte Mord an Oliver Ivanovic, Chef der oppositionellen Liste »Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit«, der am 16. Januar 2018 in Kosovska Mitrovica auf offener Straße erschossen wurde. Pristi...

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