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18.05.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Solidarität ist unsere Waffe

Venezuela setzt sich für internationale Zusammenarbeit ein. Doch die Einheit Lateinamerikas wird nach und nach zerstört

Julieta Daza

Seit vor 20 Jahren, im Februar 1999, mit dem Amtsantritt von Präsident Hugo Chávez in Venezuela die »Bolivarische Revolution« begann, ist internationale Solidarität ein entscheidendes Merkmal der Außenpolitik des Landes. Bereits der Beiname »Bolivarische Republik«, den Venezuela seit Annahme der neuen Verfassung Ende 1999 trägt, verweist auf die Bedeutung des Erbes von Simón Bolívar. Der als Nationalheld verehrte Befreier hatte im 19. Jahrhundert für die Unabhängigkeit von Spanien und für die Einheit Lateinamerikas gekämpft. Er war einer der ersten Internationalisten der Region und kämpfte für die Befreiung von mindestens fünf Ländern – Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Bolivien und Peru –, um diese in einem Bündnis miteinander zu vereinen.

Auch Chávez versuchte, internationale Strukturen aufzubauen, die der Integration Lateinamerikas und der Länder der Karibik dienen sollten. Die Vorstellung dahinter war, eine Kooperation zu ermöglichen, die auf den Prinzip...

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