Gegründet 1947 Sa. / So., 19. / 20. Oktober 2019, Nr. 243
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
17.05.2019 / Ausland / Seite 8

»Private Vermieter können beinahe alles verlangen«

Hundert Jahre rotes Wien: Heute steigen auch dort die Mieten. Stadt versucht, mit Auflagen gegenzusteuern. Gespräch mit Günter Schneider

Johannes Greß

Wien gilt vielen in Fragen der Stadtpolitik als positives Beispiel. Wie sind die Chancen, dort heute eine günstige Wohnung zu finden?

Die sind sehr schlecht. Es ist generell schwierig, eine Wohnung zu bekommen. Im privaten Sektor sind die Preise relativ hoch, im wesentlichen betrifft das die Altbauten. Die gleiche Entwicklung sehen wir in den vergangenen Jahren auch bei Neubauten, die meist Menschen besitzen, die diese entweder geerbt oder als Kapitalanlage gekauft haben. Hier haben wir das Problem, dass private Vermieter rechtlich keine Beschränkungen bei der Gestaltung der Miete haben und beinahe alles verlangen können. Gleichzeitig ist es besonders für Ausländer sehr schwierig, eine geförderte Wohnung zu bekommen. Um einen Anspruch zu haben, muss man sich eine gewisse Zeit im Land befinden – und dann wartet man auf eine solche Wohnung drei bis vier Jahre.

Bis 2026 sollen mehr als 100.000 Menschen nach Wien ziehen, bis 2030 noch einmal mehr als 150.000 ...

Artikel-Länge: 4003 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €