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16.05.2019 / Medien / Seite 15

Regime-Change für Anfänger

Begeisterung für das US-Konzept auch bei der ARD: Mit Juan Guaidó haben Westmedien einen neuen Volkstribun kreiert

Volker Hermsdorf

Übertreiben ist Medienalltag: »Er ist derzeit in Lateinamerika die bedeutendste Persönlichkeit des öffentlichen Lebens«, behauptete das US-Lifestyle-Magazins GQ (Gentlemen’s Quarterly). Die Titelgeschichte der aktuellen mexikanischen Ausgabe vom 29. April ist einer Person gewidmet, deren Namen Anfang des Jahres nicht einmal 20 Prozent der Bürger dessen eigenen Landes kannten. Trotzdem platzierte auch das US-Magazin Time den Neuling im April auf seine jährlich zusammengestellte Liste der »100 einflussreichsten Persönlichkeiten« und attestierte ihm damit eine größere weltpolitische Bedeutung als Angela Merkel. Die gehört dort seit 2017 nicht mehr dazu. Der venezolanische Putschist Juan Guaidó, der in nur vier Monaten vom Nobody zum Superstar des Mainstreams aufstieg.

Für die »Tagesschau« war der Absolvent der »Katholischen Universität Andrés Bello« in Caracas bis Anfang des Jahres kein Thema. Zum ersten Mal wurde sein Name am 10. Januar 2019 in einem Beitra...

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