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16.05.2019 / Ausland / Seite 8

»Gewalt fängt oftmals schon im Klassenraum an«

Myanmar: Verein setzt sich für Verbreitung demokratischer Werte an Schulen und in Lehrerausbildung ein. Ein Gespräch mit Bo Bo Lwin

Thomas Berger

Sie setzen sich mit Ihrem Verein »Kalyana Mitta Development Foundation« für die Vermittlung von demokratischen Werten im Bildungssystem in Myanmar ein. Das scheint nach einer jahrzehntelangen Militärdiktatur (1962–2011, jW) nicht einfach. Mit welchen Hürden haben Sie es in Ihrer Arbeit zu tun?

Wir haben mit unserem Engagement im Januar 2008 begonnen. Im Vergleich zu damals gibt es heute sehr viel mehr Freiheiten und positive Entwicklungen. Das betrifft bereits das Registrieren von Nichtregierungsorganisationen, aber auch die konkrete Arbeit mit verschiedenen Akteuren aus der Bevölkerung. Bis 2010 war alles sehr restriktiv, das Misstrauen uns gegenüber in der Übergangszeit noch groß. Nach wie vor gibt es regionale Unterschiede, wie mit uns umgegangen wird. In der Zentralregion des Landes ist es weiterhin am schwierigsten, also in Gebieten wie Magwe oder Mandalay. Die Behörden dort sind misstrauisch, etwa wenn wir für Veranstaltungen wie unser »People’s For...

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