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14.05.2019 / Ansichten / Seite 8

Die Saat geht auf

Verfassungsschutzsymposium in Berlin

Sebastian Carlens

Wenn sich der Verfassungsschutz mit seinem »Phänomenbereich Rechtsextremismus« befasst, dann wacht da ein emsiger Gärtner über das Gedeihen der eigenen Aussaat. Im Gegensatz zu allen anderen Bereichen der staatlichen Bürokratie können die Beamten hier ganz direkt erleben, wie Ursache und Wirkung zusammenhängen. Werden beispielsweise Hunderttausende, gar Millionen Euro in braune »V-Leute« investiert, wird außerdem der – sowieso nicht übermäßig ausgeprägte – Fahndungsdruck der Polizei nach Kräften torpediert und werden rechte Schläger nicht verfolgt oder gar noch vor Razzien gewarnt, dann entstehen irgendwann eben Terrorgruppen, die zu Mord und Totschlag greifen. Der »Nationalsozialistische Untergrund« war kein Kollateralschaden, er ist ein Resultat. Wird eine faschistische Partei von derart vielen »V-Leuten« kontrolliert, dass die längst die Mehrheit in ihr haben, dann ist die NPD auch kein »Verfassu...

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