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14.05.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 8

»Es frustriert viele, dass man sie derart unter Druck setzt«

Arbeitskampf in Cottbuser Klinik: Geschäftsführer versucht, Beschäftigte gegeneinander auszuspielen. Gespräch mit Ralf Franke

Bernd Müller

In Cottbus laufen derzeit Tarifverhandlungen für die rund 170 Beschäftigten der Thiem-Service GmbH, kurz TSG, des kommunalen Carl-Thiem-Klinikums. Am 1. Mai hat Holger Kelch, CDU-Oberbürgermeister von Cottbus, beide Seiten aufgerufen, die Gespräche weiterzuführen. Wie kam es dazu?

Gewerkschaft und TSG-Beschäftigte hatten Kelch dazu aufgefordert, sich für die Fortführung der Tarifverhandlungen einzusetzen. Der Hintergrund ist, dass der Geschäftsführer des städtischen Unternehmens, Götz Brodermann, die Gespräche im Februar einseitig beendet hatte.

Hätte OB Kelch nicht in einem städtischen Unternehmen die Macht, Geschäftsführer Brodermann an den Verhandlungstisch zu zwingen?

In der Tat bestimmt der Oberbürgermeister der Stadt mit, was in dem städtischen Unternehmen passiert. Zwar kümmert er sich nicht um das Alltagsgeschäft. Aber die Entscheidung, ob Tarifverhandlungen geführt werden, fällt nicht in die alleinige Kompetenz des Geschäftsführers, sondern oblie...

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