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11.05.2019 / Feuilleton / Seite 11

Nur was keinem gehört, kann allen gehören

Weiterführendes zur Idee der Enteignung – Handreichung auch für Jungsozialisten

Felix Bartels

Reden wir also über Enteignung. Aber tun wir es richtig. Man kann Fragen von morgen nicht verhandeln, als seien sie Fragen von heute. Und man kann sie nicht denen überlassen, die ganz in der Jetztzeit kleben. Beginnen wir, wo die andern aufhören, beim Wort schon. Sie hören ja auf, ehe sie angefangen haben. Der Ausdruck »Enteignung« macht klar, wo dieses ganze Gerede steht und stehen will. Da soll wem was genommen werden, worüber man sich je nach Neigung dann diebisch zu freuen oder kapital zu empören hat. Die positive Seite des Akts bleibt dabei verborgen: Jede Enteignung ist eine Aneignung. Nicht, wem man es nimmt, wem man es gibt, ist entscheidend. Die bloße Rede von der Enteignung unterschlägt genau das.

Eigentum ist immer. Es entsteht durch Arbeit, indem der Mensch Stoffe der Natur für seine Zwecke brauchbar macht. Spätestens im Konsum gehört das geschaffene Gut ganz ihm, doch vor dem Konsum liegen Herstellung und Verteilung. Die Form, gegen die es ge...

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