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10.05.2019 / Ausland / Seite 2

»Marokko wollte seinen Standpunkt nicht aufgeben«

Verhandlungen über Westsahara gehen in dritte Runde. Rabat boykottiert Lösung des Konflikts, EU ignoriert Rechtslage. Gespräch mit Jatri Adouh

Jörg Tiedjen

Sie sind Delegationsleiter der sahrauischen Befreiungsbewegung Frente Polisario bei den Verhandlungen in Genf mit Marokko über die Westsahara. Deren dritte Runde soll Ende Mai stattfinden. Wie ist es zu den Treffen gekommen?

Seit Altbundespräsident Horst Köhler zum Repräsentanten des UN-Generalsekretärs für die Westsahara ernannt wurde, möchte er die Gespräche über eine Lösung des Konflikts wiederaufleben lassen, die 2012 abgebrochen worden waren. Also hat er die Treffen in Genf einberufen, von denen das erste im Dezember, das zweite im März stattfand.

Seit 2007 hatten wir auf Grundlage zweier Vorschläge verhandelt. Frente Polisario hatte ein Referendum mit drei Optionen vorgeschlagen: eine Integration der Westsahara in Marokko, eine Autonomie innerhalb des Königreichs und drittens die Unabhängigkeit –während Marokko höchstens Autonomie zulassen wollte. Am Ende war klar, dass der marokkanische Vorschlag nicht weiterführt. Denn er wird der Tatsache nicht g...

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